1. Bezahlung a la Sverige # 1
    Aline

    Bezahlung a la Sverige

    Quelle: taz online 18.03.09

    Die schwedischen Klickhuren

    Bei der schwedischen Internetzeitung "Nyheter24" entscheidet die Zahl der Leser darüber, wie viel der Autor an einem Artikel verdient. VON REINHARD WOLFF

    Redakteure werden pro Leser bezahlt

    STOCKHOLM taz "Unser Lohnsystem soll widerspiegeln, wie tüchtig jemand ist. Wie viele tatsächlich an dem interessiert sind, was der Mitarbeiter produziert." So verteidigt Patrik Sandberg, verantwortlicher Herausgeber der Internetzeitung Nyheter24 gegenüber der Zeitung des schwedischen Journalistenverbands, sein neues Entlohnungssystem. Das gründet einfach auf der Zahl der User, die auf die Texte der einzelnen JournalistInnen klicken.
    Letztendlich entscheiden also die Leser, wie viel ein Mitarbeiter bei Nyheter24 verdient. Neben einem Grundlohn, der - was man offiziell nicht bestätigen will - bei umgerechnet etwa 1.500 Euro liegen soll, ist dieser "erfolgsabhängige" Lohnanteil für die MitarbeiterInnen als Anreiz gedacht, darüber zu berichten, "was die Leute interessiert", so Sandberg: "Das ist ein einfaches Lohnsystem und wir sind ein kommerzielles Produkt."
    Das sei ja noch schlimmer als die gängigen Zeilenhonorare, kritisiert Agneta Lindblom Hulthén, Vorsitzende des Journalistenverbands: "Eine Verproletarisierung von Journalisten. Wir werden bald ein großes Problem bekommen, wenn so mit dem Respekt vor dem Journalismus umgegangen wird."
    Dieses Problem sieht Patrik Sandberg nicht. Die Redaktionsleitung achte darauf, dass Artikel nicht unzulässig gewinkelt und unter falschen Rubriken verkauft würden: Das könne man sich auf Dauer nicht leisten, weil man dann unglaubwürdig werde. Und der Vorteil dieses Lohnmodells sei, dass es bei den Angestellten ein Bewusstsein dafür wecke, welch wichtiger Teil jeder von ihnen für den Erfolg des Unternehmens sei.
    Nyheter24 war im Herbst vergangenen Jahres von PR-Leuten gegründet worden - mit dem Ziel, den bislang meistbesuchten schwedischen Medienseiten den Rang abzulaufen. Davon ist man allerdings weit entfernt. Die Seite wird kritisiert, weil die Mitarbeiter vor allem die Nachrichten anderer Publikationen ab- und umschreiben. Was nicht verwundern kann: Jeder von ihnen produziert täglich im Schnitt zehn bis 15 Texte.
    Und welcher Artikel war es, der seinem Verfasser bislang den höchsten Klick-Bonus einbrachte, also die Interessen der BesucherInnen offenbar am Besten getroffen hat? Laut eigener Nyheter24-Klickstatistik: "Hier kannst du Lulu Carter nackt sehen" - die Meldung also, dass die Moderatorin eines Einrichtungsprogramms im schwedischen Fernsehen sich auf ihrem Blog in der Badewanne zeigt.

  2. Bezahlung a la Sverige # 2
    mike

    Re: Bezahlung a la Sverige

    hej aline

    unser lohnsystem soll widerspiegeln wie tüchtig jemand ist
    wieviele wirklich interessiert sind

    eine absage an den freien journalisten

    wer mehr gleichgeschalteten schwachsinn verbreitet
    verdient mehr

    ein für mich unaufhaltsamer weg

    dank BILD,RTL, SAT1,

    die medien und die politiker
    in verbindung mit den wirtschaftlich mächtigen hier im ländle
    wie in allen anderen staaten auch
    haben nun auch den journalismus wirtschaftlich im griff

    war das vielleicht schon immer so?

    ja

    die kritischen zeitungsleute wurden als nestbeschmutzer denunziert

    es war einfacher über eine sitzung des
    kaninchenzüchtervereins zu schreiben
    als über eine gewerkschaftsveranstaltung

    wer mehr besitzt
    muss auch mehr recht haben
    mike

  3. Bezahlung a la Sverige # 3
    Aline

    Re: Bezahlung a la Sverige

    @mike geschrieben:
    wer mehr besitzt
    muss auch mehr recht haben


    Eine (leider) wahre Aussage. Gerade in letzter Zeit hat man ja immer wieder Beispiele für gerechte (?) Gerichtsurteile bekommen....
    1,30 Euro Wertbon wiegen ja soooooo viel schwerer als die von "Spezialisten"-Bankern, Managern und Spekulanten skrupellos verpulverten Gelder von Millionen von Menschen bzw. Kleinanlegern.

    PS: wo ist eigentlich rammbock? Ich brauche ihn, damit er mir die "Endphase des Kapitalismus" anhand des Standortes Deutschland erklärt :-))

  4. Bezahlung a la Sverige # 4
    Öl-Peter

    Re: Bezahlung a la Sverige

    Liebe Aline,

    was hast Du für einen beruflichen Hintergrund.. ? Lege Deine Karten
    einmal ehrlich offen auf den Tisch!!!

    Ich kann Deinen Unmut zu dem Bankendesaster und den Folgen sehr gut verstehen. Ehrlichkeit beginnt nicht bei Geld und Manipulation der Manager,vielmehr schon bei einem Stück Brot. Ich habe bei der Buindesmarine Ehrlichkeit und Vertrauen erlebt und gelebt. Ein Pfandbon
    im Wert von !,30.-€ verlangt ebenso Ehrlichkeit und Vertrauen dem Arbeitgeber gegenüber, ebenso wie ein Stück Brot das Du einem Kameraden unterschlägst. Es ist schofel, gemein und grundweg betrügerisch.Somit ein klare Kündigungsgrund Warum also Dein Gejammer mit Hilferuf nach Helfer Rammbock. Wir hätten solche Kameradenschweine die klauen und unterschlagen, selbst im Ansatz der Maipulation, kielgohlt. Wenn Du weißt was das ist !!!!

    Gleiches zu Deinen gebleichten Jeans.. Wo lebst Du in welchen Sumpf??
    Seit Jahren ist das Problem bekannt jedEr will sie BESITZEN und tragen ( AUCH DU!!!! ) Oder Kaufst Du auch in Grichenland oder Türkei??

    Als tyst

    mfG

  5. Bezahlung a la Sverige # 5
    Aline

    Re: Bezahlung a la Sverige

    Lieber Öl-Peter, könnte es sein, dass du schon wieder überreagierst bzw. leidest du vielleicht an hohem Blutdruck?
    Warum können wir nicht normal miteinander reden? Habe ich dich angegriffen? Nein. Warum also dein Ausflippen?
    Habe ich gesagt, dass das eventuelle Unterschlagen eines Wertbons von 1,30 Euro rechtens ist? Nein. Ich habe stattdessen darauf hingewiesen, dass im Vergleich dazu ein Manager, Banker, der Millionen verpulvert hat, ungeschoren davon kommt. Nicht mehr und nicht weniger, alles andere ist deine ureigenste (Fehl-)Interpretation.
    Dich stört mein Rufen nach Rammbock? Nun, ich kann nach jedem Fori rufen, der mir gefällt. Und Rammbock lese ich sehr gerne, weil er mich in den meisten Fällen zum Widerspruch reizt :-)) und weil er, im Gegensatz zu dir, Andersdenkende nicht niedermacht!

    Die gebleichten Jeans? Sorry, Öl-Peter, ich habe mir darüber bis jetzt keine Gedanken gemacht und die Problematik der Herstellung, wie sie in dem Artikel geschildert wurde, den sarmomasch mir freundlicherweise nannte, ist mir tatsächlich nicht bewußt gewesen. Man lernt also nie aus.

    Und deine Frage: "Oder Kaufst Du auch in Grichenland oder Türkei??"
    Wie soll ich das verstehen? Natürlich kauf ich in Griechenland, wo sonst?

    Und "tyst"? Aber nicht doch, dass mach ich erst, wenn ich im Grab liege :-))

  6. Bezahlung a la Sverige # 6
    Öl-Peter

    Re: Bezahlung a la Sverige

    Verzeihung wenn ich etwas an Fehlreaktion Dir gegenüber gezeigt habe entschuldigung.

    mfG bierbrauer

  7. Bezahlung a la Sverige # 7
    Aline

    Re: Bezahlung a la Sverige

    Ach Öl-Peter, auf dich trifft das berühmte "Zuckerbrot und Peitsche" zu! Einmal verteilst du Artigkeiten und dann rasierst du alle wieder ab....gib am besten im voraus immer bekannt, wie deine Tageslaune ist, damit man dir unter Umständen nicht zu nahe kommt :-))

    Gruß
    Aline

  8. Bezahlung a la Sverige # 8
    Öl-Peter

    Re: Bezahlung a la Sverige

    Habe dank meiner Ernährung keinen hohen Blutdruck,und brauche kein Knark.... persönlich habe ich nichts gegen Deine Person
    Ich habe nicht die Absicht plötzliche Sensibelchen niederzumachen. Habe aber etwas gegen Sprücheklopper und Weltverbesserer. Doch das will keiner im Forum wahrhaben und hören. Also weiter in der Suppe im Kreis rühren damit die Welt verbessert wird und somit nichts anbrennt. also bloß kein Moos ansetzen. Doch das gehört an anderer Stelle im Forum diskutiert.

    mfG Bierbrauer

  9. Bezahlung a la Sverige # 9
    Aline

    Re: Bezahlung a la Sverige


    Na, dann halten wir es doch einfach mit dem alten Henrik Ibsen:

    „Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die wenigsten.“

  10. Bezahlung a la Sverige # 10
    Philipp

    Re: Bezahlung a la Sverige

    Und wenn es keine weltverbesserer mehr gibt oder sonstwelche menschen, die auf mißstände aufmerksam machen, dann nageln wir uns irgendwann nur noch das eigene grab zu!

    mfg
    Philipp

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