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  1. Erfahrungsbericht Auswandern # 1
    Kanot

    Erfahrungsbericht Auswandern

    Hej:-)
    Wir lesen schon einige Jahre hier fleißig im Forum mit. Seit November letzten Jahres sind wir nach Schweden ausgewandert, und denken, wir können Menschen, die sich auch mit diesem Gedanken tragen hilfreiche Tipps geben.
    Zu allererst: Wer glaubt, das er mit einer Sprach CD Schwedisch lernen kann(und zwar in einem Maße, das er damit in der Lage ist, seinen bisherigen in Deutschland ausgeübten Beruf auszuüben) würde ich als äußerst optimistisch einordnen. Es sei denn man lebt in einer Großstad wie z.B. Stockholm oder Göteborg. Auf dem Land jedenfalls, so ist unsere Erfahrung wird reichlich Dialekt gesprochen und das ist was ganz anderes, als was man auf den super klar ausgesprochenen Schwedisch CD's hört.
    Uns wurde sehr schnell klar, das wir nicht in der Lage sein werden in unseren angestammten Berufen zu arbeiten. (Leiterin eines Kindergartens bzw. Computerspezialistin). ABER die Frage ist ja, warum wandert man überhaupt aus??
    Wir arbeiten z.Z. In einer Geflügelschlachterei (das hätte in Deutschland wohl kaum gemacht, aber hier ist das völlig in Ordnung) Denn so haben wir Zeit gewonnen, um Schwedisch zu lernen, das Arbeitsleben kennen zu lernen und vorallen Dingen, die Mentalität, die nur auf dem ersten Blick der Deutschen gleicht.
    Unser Einkommen ist im Vergleich schlechter, aber die Lebensqualität hat einen Quantensprung nach oben vollzogen.
    Wir sind nicht nach Schweden ausgewandert, um uns weiter in den Stress zu stürzen, hier geht alles ein wenig ruhiger und überschaulicher zu.
    Nachteile? Die gibt es: Auf dem Land ist es ruhig, manchmal zu ruhig:-)) Da müssen wir noch ein wenig mehr "schwedisch" werden.
    Am Anfang war es für uns schwer Deutschland loszulassen. Aber nur so funktioniert es. Wenn man den Fehler macht alles mit Deutschland zu vergleichen - kommt man innerlich nie in Schweden an.
    Kontakte bekommt man hier nicht so leicht und da ist die Sprache natürlich ein wichtiger Punkt. Mal nebenbei bemerkt die oft angesprochen SFI (Svenska för Invandare) Sprachkurse sind sauschlecht organisiert. Schweden macht offensichtlich keinen Unterschied zwischen "Asyl-Einwanderer" und "Normal-Aussteiger". Sprachkurse werden in der Regel vormittags oder ganztags angeboten. Das ist für einen EU-Einwanderer gar nicht zu machen. Da man für die Aufenthaltsgenehmigung einen Arbeitsplatz braucht (es sei den Familienangehöriger, Renter etc.)
    Das heißt, da wir arbeiten müssen, können wir auch keinen Sprachkurs besuchen. Sollte jemand andere Erfahrungen gemacht haben - bitte bei uns melden.
    Auch sonst, wer Fragen hat, ruhig melden.
    Har det bra så:-)))


  2. Erfahrungsbericht Auswandern # 2
    Hanjo

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Hej Kanot,
    ein Klasse-Beitrag, dem wir in allen Punkten aus eigener Erfahrung zustimmen können.

    Gruss Hanjo


  3. Erfahrungsbericht Auswandern # 3
    Ingo

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Die Frage wäre aber auch ,wie sollten die schwedischen Behörden einen Unterschied zwischen Asyl und Aussteigereinwanderer machen?
    Beide müssen bei Null anfangen.
    Ich glaube Du meinst das Asyleinwanderer nicht den Entusiasmus aufbringen um eine neue Sprache zu lernen da sie auch ohne Sprache versorgt werden.Diese Erfahrung habe ich in den 80 igern gemacht und bin nach 1 Woche abgesprungen da der Unterricht nichts brachte.
    Man lernt schwedisch am besten wenn man sich unter Schweden begibt.
    Allerdings muss ich gestehen dass es Probleme gibt wenn man auf dem Lande wohnt.
    Vielleicht kennen unsere Leser eine Alternative

    mfG.
    Ingo

  4. Erfahrungsbericht Auswandern # 4
    Odin

    Genau

    Hallo Kanot

    Lasst Euch von einem sagt, der mittlerweile fast 20 Jahre in
    Schweden lebt:

    So geht es vielen anderen auch am Anfang.

    Ich selbst hatte besonders glückliche Startbedingungen, denn
    mit meinen sprachlichen Vorkenntnissen landete ich die
    ersten 3 Jahre in einem Studentenwohnheim in Lund mitten
    unter lauter Studenten. Überall umgaben mich Übungs-
    möglichkeiten für die Alltagssprache, und nicht alle Studenten
    waren eingefleischte Dialektsprecher.

    Trotz guter Vorkenntnisse stand ich aber die ersten Wochen
    bis Monate ziemlich auf dem Schlauch, als ich das, was ich
    vorher aus Spass gelernt hatte, plötzlich fast rund um die
    Uhr und in jedem denkbaren Zusammenhang anwenden
    MUSSTE. Den Institutstechniker Ove Hansson, der ein sehr
    unverfälschtes Skånska sprach, verstand ich erst nach
    mehreren Monaten. Heute kann ich Skånska sogar ein
    wenig nachmachen, aber nicht flüssig sprechen.

    Das Problem, eine Berufstätigkeit nicht mit SFI kombinieren
    zu können, hatte ich damals auch. Glücklicherweise gab
    es eine Konversationsgruppe für Fortgeschrittene am
    Abend, und die Kursleiterin hielt mich für hinreichend
    fortgeschritten. Ich durfte teilnehmen, und was mir damals
    die Kumpels im Wohnheim und die Kollegen im Institut
    nicht vermitteln konnten, das lernte ich schnell da.

    Das ist alles Ewigkeiten her.

    Gruss

    Odin
    Odin


  5. Erfahrungsbericht Auswandern # 5
    skanefan

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    @Ingo: Petra hatte m.E. zum Thema Sprachkurse nur darauf aufmerksam gemacht, dass sich die vormittags oder ganztags angebotenten Kurse nicht mit ihrer Arbeit vereinigen ließen. Die Qualität der Kurse ist zwar auch ein Thema wie ich gelesen habe, war hier aber nicht das Hauptproblem.

    Gruss
    Jörg

  6. Erfahrungsbericht Auswandern # 6
    DieSabine

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Also ich bin seit 1,5 Jahren hier und kann nur sagen: die Sprache ist der Schlüssel zu ALLEM! Ich habe schon in Deutschland per Selbststudium gelernt, danach ein paar Monate in der letzten Gruppe des SIF-Kurses bis zum Abschluss mitgemacht. Sicher - war auch tagsüber. Aber darüber war ich ganz froh, da die Frage Kinderbetreuung gelöst war. Ich hatte eine Schulkollegin aus Litauen, die ist nur einmal wöchentlich zum Unterricht erschienen - an dem Tag hatte ihr Arbeitgeber ihr freigegeben, bzw. sie konnte vor- u. nacharbeiten. Restl. Unterrichtsstoff hat sie dann halt abends allein erledigt.
    Mit der Grammatik kämpfe ich noch immer etwas, merke aber, dass sich langsam ein "Gefühl" einstellt, was richtig und was falsch klingt.
    Und hier dann - Radio hören, nicht nur per Satelit deutsches TV gucken - und wie Ingo schon gesagt hat - sich unter Schweden begeben und sprechen, sprechen, sprechen. Sich ins Alltagsleben hineinstürzen.
    Klappt hervorragend.
    Und wenn man dann von Schweden hört: was??? du bist erst 1,5 Jahre hier? Und sprichst so gut schwedisch?? - das macht einen natürlich stolz....:-).
    schönen Tag euch allen noch
    Gruss
    Sabine

  7. Erfahrungsbericht Auswandern # 7
    Ingolf

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Hallo Kanot, ein toller Beitrag der mich natürlich sofort interessiert hat, da ich ja auch mit dem Auswanderungsgedanken spiele. Wie seit Ihr zu Euren Jobs gekommen? Ich glaube auch das es fast egal ist was man beruflich tut, wichtig ist das die lebensqualität steigt. Meine Meinung.
    Viele Grüsse Ingolf

  8. Erfahrungsbericht Auswandern # 8
    Mel

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    hallo kanot,

    danke für deinen beitrag... schreib doch öfter mal deine tageserfahrungen hier nieder.. das wär echt nett. so kann ein demnächst auswanderer vielleicht mal in das tagesgeschehen einsehen.
    wir würden gern in 2-3 jahren nach schweden. wo hast du dich niedergelassen?? so, weiterhin viel glück und gesundheit und das ihr das mit der sprache auch bald hinbekommt. (wir fangen erst im sep an zu lernen.. bin ja mal gespannt!!!)
    lieben gruß mel****

  9. Erfahrungsbericht Auswandern # 9
    Kanot

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Hej:-)
    vielen Dank für Eure Antworten:- )) Noch einen kleinen Zusatz: Es ist nicht so, als wenn wir als Sprachneulinge nach Schweden gegangen wären. Wir haben 1999 unser Haus in Västra Götaland (Vara Kommun) gekauft und uns seit dem mit der Sprache beschäftigt von Linguaphone bis zu den aktuellen Sprach CD's.
    ------------------------------------
    Zum Alltag: Heute mußte ich mich das erste Mal krank melden. Ich bin zwar zur Arbeit gegangen aber nach 2 Stunden war Schluß (Bei uns auf der Firma grassiert ein Magen/Darmvirus). Kranksein heißt hier in Schweden: Der erste Tag keine Bezahlung, danach 80 Prozent des Lohnes. Krankenschein muss erst nach 7 Tagen eingereicht werden. Was mir gut gefällt ist das du wichtig genommen wirst und man nicht davon ausgeht, das du ein "Blaumacher" bist, sondern eben krank.
    --------------------------------------------------
    Arbeitsplatzsuche:
    Ganz suuuuuper mutig sein - eine Meritförteckning (Lebenslauf) schreiben, das Telefonbuch wälzen (Der Adressen wegen), ins Auto steigen und bei den Firmen vorsprechen. Auf dem Land hat's geklappt:-))
    In vielen Firmen ist es üblich als Vertretung anzufangen. Man rutscht dann als Festanstellung nach sobald jemand aufhört. Das klappt hier wirklich. Also wenn Euch jemand sagt, Ihr bekommt einen Vertrag, sobald einer aufhört, dann ist das so. Ihr braucht keine Angst, wie in Deutschland zu haben, das ein anderer bevorzugt wird:-)) Ein Nachteil hat es aber: Wenn man einwandert und noch keine Sozialbeiträge gezahlt hat. Ohne Vertrag habt Ihr keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung, Arbeitslosengeld. Das bekommt Ihr erst wenn Ihr eine gewisse Zeit der Gewerkschaft (Fackförening) angehört. Das könnt Ihr aber erst, wenn Ihr einen Vertrag habt:-((-
    So das wars erst mal.
    Hejdå


  10. Erfahrungsbericht Auswandern # 10
    Gast591

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    > Seit November letzten Jahres sind wir nach Schweden ausgewandert

    Välkommna i Sverige. Seid also seit einem guten halben Jahr da.

    > [...]Sprach CD Schwedisch lernen [...] Dialekt

    Hmmm... habe nicht mit Sprach-CDs schwedisch gelernt, sondern via Radio,
    klartext, Henning Mankell, DN, Schwedenurlaube, Sprachkurs in der VHS
    und bei dem selben Lehrer dann Privatunterricht (drei Monate einmal die
    Woche abends) usw.
    Das ganze von 1988 bis 2002 (im April sind wir hergekommen)
    Ich habe hier vom Arbeitgeber einen Sprachkurs angeboten bekommen, an
    dem ich zwei Wochen regelmässig und dann nach Absprache mit der Lehrerin
    sporadisch teilgenommen habe.
    Gearbeitet in meinem alten Beruf habe ich vom zweiten Tag (Arzt in der
    Psychiatrie), zunächst mit dem Lesen von Krankengeschichten und einigen
    wenigen Patienten. Nach drei Monaten habe ich voll gearbeitet und
    Nachtdienste gemacht.
    Allerdings nicht in Skåne, sondern in Östergötland, wo ja wohl der
    Dialekt gesprochen wird, aus dem sich dann später "rikssvenska"
    entwickelt hat.
    Im ersten Monat hat mich ein Treffen des Teams mit Diskussion und
    "einer-fällt-dem-anderen-in-den-Mund" nach einer Stunde so
    ausgeschlagen, dass ich erstmal ein paar Minuten in mein Arbeitszimmer
    gehen musste, weil ich einfach gar nichts mehr verstand und todmüde war.
    Einer meiner eifrigsten Helfer war ein Freund, ein Krankenpfleger aus
    Skåne; der einzige, der mich gelegentlich verbessert hat.
    Ich glaubte damals , dass die Sprache das grösste Hindernis sein wuerde;
    das hat sich aus meiner Sicht als falsch erwiesen.
    Ich habe nach etwa einem Jahr zu meiner Überraschung festgestellt, dass
    ich wieder Gesprächsfetzen, wie man sie auf der Strasse zufällig
    mitbekommt, wenn man aneinandervorbeigeht, verstehe, also keinen oder
    nur noch wenig Kontext brauche.
    Inzwischen merke ich noch gelegentlich nach ein paar sehr anstrengenden
    Diensten in Reihe, dass ich Leute auf deutsch anrede oder dass ich, als
    wir jetzt mit mehreren Kollegen von verschiedenen schwedischen Kliniken
    in New York auf einer Konferenz waren, konstant die falsche Sprache
    wähle (Amerikaner nehmen es aber sehr gelassen, wenn sie auf schwedisch
    angeredet werden) und sogar das englisch, das vollständig weg war
    (aktiv, das Verständnis war unbeeinträchtigt), kommt jetzt wieder.

    > Uns wurde sehr schnell klar, das wir nicht in der Lage sein werden in
    > unseren angestammten Berufen zu arbeiten. (Leiterin eines Kindergartens
    > bzw. Computerspezialistin). ABER die Frage ist ja, warum wandert man
    > überhaupt aus??

    Weil man immer schon davon geträumt hat?

    > [...] die Mentalität, die nur auf dem ersten Blick der Deutschen
    > gleicht.

    Full ACK
    Das ist aus meiner Sicht nämlich viel schwieriger als die Sprache: den
    Satz ungeschriebener Gesetze zumindest soweit zu erfassen, dass man auch
    mal ein Klavier auslässt.

    > Unser Einkommen ist im Vergleich schlechter, aber die Lebensqualität hat
    > einen Quantensprung nach oben vollzogen.

    Bei uns ist die Lebensqualität etwa auf dem selben Niveau, wuerde ich
    sagen; allerdings sind die Probleme woanders, so dass man eben Sachen
    hat, die besser, und andere die schlechter als in D sind.

    > Wir sind nicht nach Schweden ausgewandert, um uns weiter in den Stress
    > zu stürzen, hier geht alles ein wenig ruhiger und überschaulicher zu.
    > Nachteile? Die gibt es: Auf dem Land ist es ruhig, manchmal zu ruhig:-))

    Das kann ich für mich nicht sagen.
    Ich wäre wohl in D nicht auf den Gedanken gekommen, zwei Praxen und
    Patienten in der Klinik gleichzeitig versorgen zu wollen... hier muss es
    gehen, wenn man die Patienten nicht schlicht unversorgt lassen will. Es
    gibt nicht genug Ärzte.
    Wir haben hier bei gleichem Einzugsgebiet 10% der Ärzte und auch nur 10%
    der Klinikbetten im Vergleich zu der Klinik, in der ich in D zuletzt
    gearbeitet habe.
    Gehabt, vor den Besparungen. dabei sind nochmal zwei Plätze
    draufgegangen.

    > Da müssen wir noch ein wenig mehr "schwedisch" werden.

    Und was ist schwedisch?
    In einem Land, in dem 1 von 8 Einwohnern nicht in dem Land, sondern in
    einem anderen geboren ist und 1 weiterer Eltern hat, auf die das
    zutrifft?
    In den Gruppen, in denen ich sitze, sind die Schweden regelmässig in der
    Minderzahl und manchmal ist auch gar keiner anwesend...

    > Am Anfang war es für uns schwer Deutschland loszulassen. Aber nur so
    > funktioniert es. Wenn man den Fehler macht alles mit Deutschland zu
    > vergleichen - kommt man innerlich nie in Schweden an.

    Ja, das stimmt wohl.

    > Kontakte bekommt man hier nicht so leicht und da ist die Sprache

    Das habe ich genauso erlebt.
    Habe es dann mal mit ein paar Bekannten hier diskutiert; es scheint, als
    wenn das den Schweden genauso geht, das also kein spezifisches Problem
    für Ausländer ist...
    Wobei ich das Gefühl habe: Kontakt bekommt man eigentlich sofort, das
    ist nicht das Problem.
    Das Problem ist aus meiner Sicht ein Kontakt der sich in Richtung
    Freundschaft bewegt. Und das ist sehr rar gesät hier.
    Aber vermutlich meinen wir dasselbe...

    > natürlich ein wichtiger Punkt. Mal nebenbei bemerkt die oft angesprochen
    > SFI (Svenska för Invandare) Sprachkurse sind sauschlecht organisiert.
    > Schweden macht offensichtlich keinen Unterschied zwischen
    > "Asyl-Einwanderer" und "Normal-Aussteiger".

    Habe keinen SFI gemacht, aber ähnliches gehört.
    Meine Frau steigt zum Herbst ein, um die Sprachprüfung für die Uni zu
    machen. Sie fängt dann wohl mit "Schwedisch als zweite Sprache" an...
    mal sehen, was sie erzählt.
    Aber: organisieren ist keine Stärke zumindest der Schweden, die ich
    kenne (und war es scheinbar auch bis 1950 nicht, als mein späterer
    Lehrer nach D zurückging).
    Dafür kann man prima umorganisieren, alles neu entwerfen und macht das
    auch regelmässig.
    Da dabei die entscheidenenden Fragen unbeachtet bleiben, ist gleich
    wieder der Grundstein fuer die nächste Umorganisation gelegt...

    > Sprachkurse werden in der Regel vormittags oder ganztags angeboten.
    > Das ist für einen EU-Einwanderer gar nicht zu machen. Da man für die
    > Aufenthaltsgenehmigung einen Arbeitsplatz braucht

    Braucht man?
    Ich dachte, man hat die Freiheit, sich wo auch immer in der EU
    niederzulassen?

    > Das heißt, da wir arbeiten müssen, können wir auch keinen Sprachkurs
    > besuchen. Sollte jemand andere Erfahrungen gemacht haben - bitte bei uns
    > melden.

    siehe oben - ich habe den Sprachkurs vom Arbeitgeber bekommen.

    > Auch sonst, wer Fragen hat, ruhig melden.

    Wo seid ihr denn nu?

    > Har det bra så:-)))

    Detsamma

    //M

  11. Erfahrungsbericht Auswandern # 11
    Barbara

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Hej!
    Ich finde euren Bericht auch klasse!
    Wäre toll, wenn ihr auch von Alltagsproblemen (sog.Fettnäpfchen) und natürlich auch von positiven Erfahrungen erzählen würdet, die euch so im Laufe der Zeit unterkommen !
    Habt Spaß in Schweden !!
    Gruß Barbara

  12. Erfahrungsbericht Auswandern # 12
    Kanot

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Hej,
    danke Michael für Dein ausführliches Statement. Aber ja - Du brauchst auch als EU-Bürger eine Aufenthaltsgenehnigung. Die ersten 3 Monate darfst du hier in Schweden ohne diese bleiben, aber danach hast du hier kein Aufenthaltsrecht mehr! Du kannst natürlich wieder Aus- und Einreisen. Aber man muss ja auch mal Brötchen verdienen:-)) Und da gilt erst Arbeitsvertrag dann Aufenthaltsgenehmigung und dann gibts auch die "heilige" Personennummer - ohne die hier faktisch nichts geht. Also ganz so leicht ist das nicht.

    Was Deine Sprachkurserfahrung angeht, freue ich mich, das es für Dich so "einfach" war. Das liegt aber schlicht an Deinem Beruf bzw. daran das Schweden wohl sehr interessiert war Dich zu integrieren. Glück gehabt! Tatsache ist, das ich obwohl 4!!! fachlich fundierte Ausbildungen habe & Berufserfahrung mir keiner Unterstützung gewährt. Und das ist wohl ganz normal. Die Schweden haben nicht auf die Deutschen gewartet. Wenn Du was willst, mußt Du schon selbst den Hintern hochbekommen, es sei denn man wird von dem Schwedischen Arbeitsmarkt umworben. Das ist aber die Ausnahme!! Das der Arbeitgeber die Sprachkurse bezahlt ist auch nicht die Regel. In absehbarer Zeit, werde ich hoffentlich auch sagen können, das "Sprachproblem" überwunden zu haben. Aber bis dahin dauert es noch eine Weile:-)) Ich wünsche allen einen tollen Tag.
    Hejdå


  13. Erfahrungsbericht Auswandern # 13
    Gast591

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    > Aber ja - Du brauchst auch als EU-Bürger eine Aufenthaltsgenehnigung.

    Oooops... da muss ich die ja beantragen?
    OK, nee, das war klar. Was mir nicht klar ist: bist Du sicher, dass der Arbeitsvertrag Voraussetzung für den Uppehållstillstånd ist?

    > Was Deine Sprachkurserfahrung angeht, freue ich mich, das es für
    > Dich so "einfach" war. Das liegt aber schlicht an Deinem Beruf
    > bzw. daran das Schweden wohl sehr interessiert war Dich zu
    > integrieren.

    Ja, das stimmte wohl.
    Leider hat sich das geändert, so vermutlichen liegt es auch an der Zeit, in der ich gekommen bin.
    Jetzt bekommt man eben auch nicht mehr einfach einen Sprachkurs, wenn man als Arzt kommt, Ausnahmen wohl Psychiater oder Allgemeinmediziner.
    Aber insbesondere meine Arbeitskameraden waren wirklich sehr interessiert, mich zu integrieren, sind mir sehr interessiert und freundlich begegnet.
    Geholfen hat sicher, dass ich bis zu einem gewissen Grad schwedisch konnte, als ich kam, so dass ich einem Gespräch Angesicht zu Angesicht gut folgen konnte (nicht so sehr einem Gruppengespräch)
    Da verdanke ich wohl das meiste (neben meinem "Passivlernen" in 12 Jahren) meinem Lehrer in D, der mir keinen Fehler durchgehen liess...
    Allerdings muss ich ein bisschen altertuemliches schwedisch gesprochen haben, als ich kam; darauf bin ich ein paar Mal angesprochen worden, vor allem von der Lehrerin hier.
    Unabhängig davon denke ich:
    will man die Sprache richtig lernen, sollte man es machen, wie die Kinder:
    - zuhören
    - imitieren
    - sich trauen, auch mal was falsches zu sagen
    - offen sein fuer Korrekturen

    Ich wuerde sagen, dass ich ca. 70-80% dessen, was ich jetzt kann, von meinen Arbeitskameraden und Patienten gelernt habe.

    > Wenn Du was willst, mußt Du schon selbst den Hintern hochbekommen

    Das ist hier wohl so wie ueberall anders auch.

    > In absehbarer Zeit, werde ich hoffentlich auch sagen können,
    > das "Sprachproblem" überwunden zu haben. Aber bis dahin
    > dauert es noch eine Weile:-))

    Ich lerne jeden Tag neue Worte oder Slangausdrücke... so das wird vermutlich nicht aufhören...
    Aber wo seid ihr denn nu in Schweden?
    Darauf hast Du nicht geantwortet...

    //M

  14. Erfahrungsbericht Auswandern # 14
    Ylva

    @Michael

    Hej Michael!
    Mir geht es genauso mit dem Englischen, das Verständnis ist kein Problem, aber ehe ich mal einen ganzen Sazt auf englisch hinkriege, hat der Gesprächspartner schon vergessen worum es ging.
    Ich habe mir das so erklärt, dass ich ja in Schweden auf schwedisch denke, wenn ich dann englisch sprechen möchte, muss ich erst ins Deutsche und dann ins Englische übersetzen, das ist wohl dieser Umweg, der das Gehirn überfordert.
    In Deutschland ist das Englische kein Problem.
    Das mit dem Kontakt, der ewig nicht zur Freundschaft reift, haben wir auch erlebt. Allerdings geht das mit älteren Schweden viel schneller, die sagen dann auch immer, das das früher anders war, da ist man noch zum Kaffee zur Nachbarin gegangen, einfach so , ohne Grund. Das macht hier kaum noch jemand.
    Hejdå!
    Ylva

  15. Erfahrungsbericht Auswandern # 15
    Kanot

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Hej Michael,

    wir leben in Västra Götaland (Vara Kommun). Das liegt am Vänern. Und hier regnet es endlich!!! mal. Wir hatten hier rund 8 Wochen Trockenheit, von 1 - 2 Stunden Regen mal abgesehen.
    Ein tolles Wochenende - falls du keinen Dienst haben solltest:-((
    Hejdå
    Kanot


  16. Erfahrungsbericht Auswandern # 16
    Gast591

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Habe dieses Wochenende keinen Dienst.
    Bei uns war es nicht so trocken (wir wohnen in Norrköping auf der anderen Seite des Vättern), aber annehmbares Wetter.
    Endlich Sommer!
    Jetzt kann ich verstehen, warum die Schweden den (Mid-)Sommar feiern...

    //M

  17. Erfahrungsbericht Auswandern # 17
    Gast591

    @Ylva

    > in Schweden auf schwedisch denke...

    Hast Du mal versucht, in so einer Situation deutsch zu reden?
    Ist das nicht verschärft, was man da rumstottert, nicht die richtigen Worte findet... mich hat eine neu dazugekommene Kollegin mal auf einer Ausbildung auf deutsch angesprochen... ich habe ein bisschen gebraucht, ehe ich kapiert habe, 1.dass sie deutsch redet und 2. was sie mir sagen will...
    Mit deutschen Kollegen habe ich am Anfang nur schwedisch geredet, wenn es um Konsile ging... das mache ich inzwischen nicht mehr regelhaft so, sondern in der Regel werden diese Gespräche dann auf deutsch geführt (wenn nicht ein Schwede dabei ist oder der andere schwedisch reden will)

    > ...Kontakt, der ewig nicht zur Freundschaft reift...

    Märkligt, oder?
    Mal sehen, wie sich die Gesellschaft jetzt verändert und was wir in dreissig Jahren sagen, was hier frueher anders war...
    Vielleicht kommt das ja wieder...

    //M

  18. Erfahrungsbericht Auswandern # 18
    Christoph aus Jämtland

    schön :)

    hallo ihr 2,
    schön dass es für euch geklappt hat. aufrichtige gratulation!
    alles gute weiterhin und lasst euch nicht unterkriegen!

    christoph

  19. Erfahrungsbericht Auswandern # 19
    Janina

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Hallo ihr alle.

    Eure Berichte gefallen mir sehr und sind auch sehr hilfreich.

    Meine Familie und die Firma in der ich arbeite gehen in gut einem Monat nach Schweden/Bjurholm.

    Wir sind sehr gespannt was auf uns zu kommt. Da von uns keiner Schwedisch kann müssen wir alle erst mal einen Sprachkurs machen. Mit englisch kann man sich auch erst mal gut über Wasser halten, habe ich gehört. Die meisten sollen wohl englich sprechen.

    Auch der Umzug, Möbel und der ganze Kram wird sehr schwierig. Vielleicht hat jemand Erfahrungsberichte wie man das am besten geregelt bekommt.

    Vielleicht kann mir jemand was über Bjurholm sagen, wie es da ist und so.

    Auch wenn sich vielleicht Problem auftun, freue ich mich trotzdem auf eine neue Zukunft in Schweden.

    liebe Grüße
    Janina

  20. Erfahrungsbericht Auswandern # 20
    boeoerdi

    Re: Erfahrungsbericht Auswandern

    Hej,

    sag mal, habe ich das richtig verstanden:

    Die Firma geht auch nach Schweden?
    Dann kennst Du ja schon Deine Kollegen. ::-)

    Was ist denn das für eine Branche?

    mvh

    Jürgen

  • Janina14.06.2004, 13:54

    hallo, ja das ist sehr praktisch.

    wir sind ein internetdienstleistungsfirma. wir bieten webhosting und serverhousing an. http://www.artergo.de, spacerotic.de

    von daher ist eine auswanderung nicht problematisch da wir unseren kundenstamm behalten.

    liebe grüße
    janina

  • Teddy6414.06.2004, 14:26

    Hej Janina,

    braucht ihr da noch Arbeitskräfte :-]
    (naja fragen kann ich ja mal) *zwinker*

    mvh - Knut

  • Janina16.06.2004, 09:47

    Hej, Knut,

    ne so wirklich nicht, aber man kann nie wissen ob mal Bedarf ist :-)

    gruß janina

  • Teddy6416.06.2004, 13:36

    Hej Janina,
    ich bin völlig unabhängig, Fachinformatiker und falls was ist, "mehl" mich bitte an ;-)

    Liebe Grüße - Knut

  • Gast59116.06.2004, 21:06

    Kann man bei Euch evtl. auch se-Domaenen reservieren?
    Unser dagis braucht vielleicht eine...

    //M

  • skanefan16.06.2004, 22:49

    Hej!

    Habe diesen Thread sehr aufmerksam verfolgt. Jetzt verfolgt mich eine Frage: Wie sind die Chancen, Kinder im Alter von ca. 9-11 in Schweden zu integrieren. Es sind bei den Kindern weder schwedische noch englische Sprachkenntnisse vorhanden?

    Wer kann hierzu etwas sagen?

    Danke für Eure Antworten

    Häsingnar
    Jörg

  • a.khb17.06.2004, 12:52

    Hallo Jörg,
    ich glaube kaum, dass es da Probleme geben wird. Ich selbst habe mit fast keiner Vorkenntnis in meinem Austauschjahr innerhalb von 3 Monaten alles verstanden, auch wenn ich mit Leuten geredet habe die im ersten Moment nicht wussten, dass ich Deutsche bin (also nicht langsam oder in einfachen Worten gesprochen haben). Verständigen konnte ich mich auch perfekt nach dieser Zeit, nach weiteren 2 Monaten war mein Akzent soweit verschwunden, dass keiner mehr an der Aussprache erkennen konnte, dass ich aus Deutschland kam. Ich war damals 17 Jahre alt, denke also, dass es bestimmt gerade je jünger, desto einfacher ist. Zugegeben, ich habe auch nach der Schule nur schwedisch gehört und gesprochen, aber die Kinder wären ja trotz allem jeden Tag relativ lange in der Schule und somit unter schwedischer "Sprachbeeinflussung".
    Gruß Anke

  • boeoerdi17.06.2004, 13:09

    a.khb geschrieben:

    > innerhalb von 3 Monaten alles verstanden, auch wenn ich mit
    > Leuten geredet habe die im ersten Moment nicht wussten, dass
    > ich Deutsche bin (also nicht langsam oder in einfachen Worten
    > gesprochen haben). Verständigen konnte ich mich auch perfekt
    > nach dieser Zeit, nach weiteren 2 Monaten war mein Akzent
    > soweit verschwunden, dass keiner mehr an der Aussprache
    > erkennen konnte, dass ich aus Deutschland kam.

    Hallo,

    das Glück, nach so kurzer Zeit alles zu verstehen und sich dann auch noch perfekt zu verständigen, hat sicherlich nicht jeder.

    Jürgen, der fast nix versteht

  • Oliver17.06.2004, 14:01

    Jörg,

    knappe Antwort: Null Problem.

    Unsere waren 6 und 8 als wir herkamen, sind jetzt 9 und 11.

    Was Kinder in dem Alter quasi nebenbei lernen und das total stressfrei ist einfach unglaublich. Ich hätte es jedenfalls vorher auch nicht geglaubt. Beide sprechen mittlerweile 100% einwandfreien småländischen und sogar ortsueblichen Dialekt, was wohl die höchste Auszeichnung ist, die man erlangen kann.

    Das ganze war schon nach wenigen Wochen nach Ankunft kein Thema mehr fuer die beiden. Ich bin immer noch begeistert und gleichzeitig total neidisch.........!!! Unser Erwachsenengehirn und besonders unser Lernverhalten ist in der Beziehung leider total weg-amputiert.....

  • mel8017.06.2004, 15:46

    Da kann ich Oliver nur zustimmen.
    Meine 12 Geschwister leben jetzt seit 3 Jahren in Schweden und sprachen nach sehr kurzer Zeit super schwedisch.
    Sie sind nach relativ kurzer Zeit in den Sportverein gegangen und sind da sofort voll integriert worden.
    Kinder sind da sehr viel unkomplizierter als viele Erwachsenen. Meine Eltern haben ihre Entscheidung auch nie bereut.

    Ich wünsch dir und deiner Familie Jörg ganz viel Glück beim Neuanfang in Schweden.

    Lg Mel

  • Oliver17.06.2004, 16:02

    ....12 Geschwister? Wow!!!!

  • skanefan17.06.2004, 19:45

    Hej!

    vielen Dank für Eure aufmunternden Antworten. Ob wir allerdings in nächster Zeit die sonst noch erforderlichen Voraussetzungen schaffen können, um nach Schweden zu ziehen, steht noch nicht fest.

    Es ist zumindest gut zu wissen, dass auch ältere Kinder keine Probleme haben werden innerhalb kürzester Zeit Schwedisch zu lernen.

    Gruss
    Jörg

  • knäckebrotasylant18.06.2004, 08:56

    Mein Arbeitgeber hatte mich vor neun Jahren dringend gebraucht und mir einen Privatlehrer zum Erlernen der schwedischen Sprache an die Seite gestellt, damit ich die Pausenunterhaltungen verstehen sollte, nicht wegen der Arbeit selber.

  • Gast59118.06.2004, 19:45

    Naja, dass Anke da 17 war, wird ihr schon geholfen haben.
    Denke ich.
    meine Tochter schnappt ja jetzt schon Worte auf, und die Kinder von Bekannten sprechen nur noch schwedisch. Auch mit den deutschen Eltern.

    //M

  • xcom19.01.2005, 22:48

    Hej,

    der Beitrag ist ja schon etwas aelter, aber da Janina hier was gepostet hat, will ich auch mal einen kleinen "Bericht" zum Thema abgeben.

    Wir sind nun seit 6 Monaten hier in Schweden, mit Sack und Pack, Familien und Firma. Bisher habe ich keine einzige Sekunde bereut, diesen Schritt zu tun. Es ist sicher muessig, jetzt ueber Deutschland zu wettern, aber heute aegere ich mich eigentlich nur, diesen Schritt nicht schon frueher gemacht zu haben.

    Alles hat seine Schattenseiten, auch Schweden. Wer also dieses Land nur aus der "Urlaubsperspektive" kennt, der kennt halt nur eine Seite.

    Aber (und das ganz gross geschrieben!), was ich hier an Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Unterstuetzung kennengelernt habe, das ist schon unverstellbar. Egal, ob im kleinen Kreis in unserem Ort, in der Kommune oder aber auch fuer unser Unternehmen.

    In D bin ich mir die Hacken wundgelaufen wegen Foerdermitteln, hier kommen die Bearbeiter/Berater ins Haus und erledigen den Schreibkram vor Ort. Die Kommune stellt fuer unseren SFI einen Lehrer ab, der taeglich 2 Stunden bei uns im Unternehmen unterrichtet...

    Wir haben es sicher nicht ganz einfach mit der Sprache, dafuer sind wir in unserem 70 Seelen Ort einfach zu viele Deutsche (14 Personen), aber wir kommen immer besser zurecht.

    Meine Kinder erleben seit Jahren einen richtigen Winter, auch wenn es in diesem Jahr nicht ganz so wild ist, wie uns alle immer sagen. Aber allein Weihnachten ganz in Weiss und mit sternenklarem Himmel... wie im Bilderbuch ;-)

    Sicher muss man sich auch etwas umstellen, wohl gerade hier im Norden. Es ist halt alles ein wenig "lagom".

  • LillePer20.01.2005, 00:38

    Was mich ja mal interessieren würde: Warum ziehen denn Firmen wie die von Janina oder Deine überhaupt nach Schweden um? Steuerliche Vorteile?

  • Kanot20.01.2005, 06:51

    Hej alle miteinander:-)
    Ja xcom ich finde Deinen Bericht interessant. Mittlerweile habe ich viele Kontakte mit Ausgewanderten gehabt, aber was du schreibst finde ich super toll für dich, ist aber mit Sicherheit nicht die Regel. Es kann sein, das es bei Dir anders läuft, (so unproblematisch und mit soviel Unterstützung),weil du eine Firma gegründet hast und Du daher soviel Unterstützung erhälst. Außerdem wäre es interessant, wie Du die ganzen Büökratiehürden überwunden hast? Das geht nämlich kaum ohne einigermaßen Schwedisch zu sprechen oder aber eine Hilfe zu haben. Es wäre nett wenn Du dazu was schreiben würdest. Deinen Worten zu Folge hattet Ihr weiße Weihnachten, heißt das du wohnst in Norrland oder so, das wäre für mich auch noch eine Erklärung, da wird um jede Neuansiedlung von Firmen gekämpft.
    Um kein falsches Bild entstehen zu lassen, ich lebe seit 1,5 Jahren hier und liebe es, aber ich habe die Erfahrung gemacht, das man hier kann schön um Unterstützung kämpfen muss.
    Gruss
    Kanot

  • Kanot20.01.2005, 18:38

    Hallo hier nochmal Kanot,
    habe Deine Mail noch mal mit wachen Auchen, (bin heute morgen aus dem Bett vor das Notebook gefallen,) gelesen. In Deinem Dorf wohnen 14 Deutsche?
    Dann ist ja alles klar -logisch hast du da Anlaufpunkte gehabt und mit Sicherheit auch gut Schwedisch sprechende hilfsbereite Menschen. Finde ich toll für Dich:-)
    Aber trotzdem ist das sicher keine Normalität. Wenn man nämlich in die Ferne zieht und hat keine Deutschen um sich herum, wie das die Regel ist, ist das Ganze nicht mehr nur rosig. Aber das war meine Wahl und ich bin glücklich damit.
    Aber das soll Deiner Freude keinen Abruch tun:-)) Jeder muss und soll sein "Schweden" finden. Ich fände es nur schön wenn Du Dich wegen der Fördermöglichkeiten mal auslassen würdest. Denn das interessiert bestimmt einige und Du verlierst ja schließlich nix dabei:-))

  • Wolfgang K20.01.2005, 22:47

    Hej "xcom" !

    Als ich Deinen interessanten Bericht gelesen habe, erinnerte ich mich an einen Film im Västerbotten-TV, wo es um eine kleine deutsche Firma ging, die komplett mit ihren Mirarbeitern (14 ?) von D ins südliche Västerbotten umgezogen war und dass sich alle hier so sehr wohlfühlen.
    Ich vermute stark, dass ihr das seid - eller hur ?
    Auf jeden Fall wünsche ich euch allen weiterhin viel Freude in Nord-Schweden und natürlich viel Erfolg.

    Ich selbst wohne im südwestlichen Västerbotten und erlebe meinen 6. norrländska Winter.
    Auch ich habe noch nie im mindesten meinen Umzug bereut, im Gegenteil :-)) .
    Was Du über die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft .... der Menschen geschrieben hast, habe ich genauso erlebt.
    Und was den Winter anbelangt, es war schon mal viel kälter hier oben, aber Schnee gibt´s jedenfalls genug (ca 1m).

    Herzliche Grüße,
    Wolfgang

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